The Basement Collection

Die Szene um die kleinen aber feinen, innovativen und teils experimentellen Indie-Games erlebte in den letzten Jahren einen wahren Schub. Ein Trend, der nicht zuletzt auch durch die zahlreichen Bundle-Angebote, von denen allen voran das Humble Bundle erwähnt werden sollte, begünstigt wird.

The Basement Collection - Inhalt - Tribe Online Magazin

Der Inhalt der „Keller-Kollektion“

Einer der Macher ist Edmund McMillen. Ein kalifornischer Videospiele-Designer, der für seinen besonderen Stil und seine eigenwilligen Spiele, allen voran für Titel wie “Super Meat Boy” oder “The Binding of Isaac” bekannt ist.

Für seine Fans hat eben dieser McMillen seinen Keller durchforstet und die “Basement Collection” mit einigen seiner Spiele zusammengestellt. Neben der rein digitalen Version gibt es die uns vorliegende DVD-Variante, die zusätzlich einen Sticker, eine Autogrammkarte, einen Steam-Key und ein 36-seitiges Booklet mit Zeichnungen aus der Kinderheit des Künstlers (mit Verlaub: “Kindergarten-Gemälde”) enthält.

Da die Spiele bzw. Inhalte der DVD auf Flash basieren, kommen sowohl Windows- und Mac-User, wie auch Linux-Fans in den Genuss der folgenden Spiele:

  • Triachnid (Physik-Spiel, in dem man eine Spinne steuert)
  • Coil (experimentelles, eine Geschichte erzählendes Spielchen)
  • Meat Boy (Prototyp von Jump’n’Run-Spiel „Super Meat Boy“)
  • Aether (Erforschungsspiel)
  • Grey Matter (wird als „Anti-Shooter“ beschrieben; das Spiel hat bei unserem Test aber leider nicht funktioniert!)
  • Spewer (Platformer mit Physik-Elementen)
  • Time Fcuk (düsterer Puzzler)

Indem die Spiele durchspielt werden, kann weiteres Bonusmaterial von und über Edmund McMillen und seine Spielewelt freigeschaltet werden. Beispielsweise Artworks, Videos, Interviews oder Musik. So gibt es schließlich viele Details, Fun Facts und Hintergründe über die Entstehung zu entdecken.

Natürlich darf bei einer solchen Kollektion auch der preisgekrönte Dokumentarfilm “Indie Game: The Movie”, der u.a. Einblicke in die Arbeit von McMillen zeigt, nicht fehlen. Wie übrigens die gesamte Collection kommt auch der 96-minütige Film in englischer Sprache, ist aber mit deutschen Untertiteln versehen.

“The Basement Collection” ist für eingefleischte Fans gemacht. Man erkennt das daran, dass die  beigelegte Autogrammkarte, der Sticker und das “Malbüchle” einem “Normalo” kaum von Nutzen sein werden. Aber auch daran, dass die Spiele und Bonus-Inhalte eher den Charakter haben, etwas über die Hintergründe zu erzählen – vielleicht mit Ausnahme der großartigen Spiele “Time Fcuk” und “Meat Boy”, die noch am ehesten der klassischen Vorstellung entsprechen.
Während sich der Kauf für die einen also lohnen wird, sei den anderen davon eher abgeraten. Wer einfach auf ein kleines, kurzes, gutes Spielchen aus ist, dem seien statt dessen die mittlerweile wöchentlichen Angebote des Humble Bundles (die Basement Collection war dort übrigens auch schon mal Teil) an Herz gelegt. Das soll nicht heißen, dass die McMillen-Spiele Käse sind – im Gegenteil. Aber vermutlich wird sich ein Casual-Gamer, der ein “nettes Spielchen für Zwischendurch” sucht, eher erschrecken…

Systemvoraussetzungen lt. DVD-Rückseite:
Prozessor: 2,3GHz Dual Core, 4GB RAM, 1GB HDD, Grafik: Nvidia 9800
Windows: XP, Vista, 7; Flash-Player 11
Mac: Snow Leopard 10.6.3 oder besser; +avhso
Linux: Flash Player 11.2

Wir haben die Programme auf einem Linux-System (Ubuntu 12.10) getestet, wo einfach eine HTML-Seite aufgerufen und die Flash-Inhalte im Browser-Fenster dargestellt werden. Da Steam seit einiger Zeit auch für Linux verfügbar ist, kann die Spielesammlung auch auf dem freien Betriebssystem in Valves Spieleumgebung aktiviert und gespielt werden – der Key dazu liegt, wie gesagt, bei.

Über das besprochene Medium

The Basement Collection - Tribe Online Magazin
The Basement Collection
(Edmund McMillen / Headup Games)
für PC
Preis ca. 19,95 €

Über den Autor des Beitrags

Gerald

Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

Weitere Beiträge des Autors - Website

Gerald

Über Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.[BR] Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.
Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.