RasgaRasga
20.07.2014 ZMF, Freiburg

Die Band RasgaRasga aus’m Ländle hatte sich auf dem letztjährigen ZMF für ein Konzert im Spiegelzelt empfohlen – Details u.a. dazu gibt es in unserem Interview mit der Band zu erfahren, das wir vor ihrem Auftritt am vergangenen Sonntag (20.07.2014), einige Stunden vor dem Auftritt, auf dem ZMF geführt haben.
Zwar war RasgaRasga für diesen Abend “nur” als Support von “Tante Frieda” angekündigt. Da wir aber erst vor Kurzem die aktuelle EP der Rasgueros (“Anhelo”) besprochen haben und den Haupt-Act aus Südtirol bzw. dessen Musik dagegen noch gar nicht kennenlernen durften, gingen in unseren Köpfen beide Bands mindestens gleichberechtigt an den Start.

Die Bilder und den Bericht zu “Tante Frieda” findet ihr hier demnächst in einem separaten Artikel, der dann an dieser Stelle verlinkt sein wird.

Nach der am Donnerstag im Spiegelzelt veranstalteten Balkan-Sauna mit Äl Jawala, gab es nun also die nächste Ladung Balkan-Klänge. Wobei das Wetter für diesen Abend eher einen “Aufguss” versprach, aber eben auch weniger schweißtreibende Temperaturen.
Zu unserem Freiluft-Interview am Nachmittag hatte sich die Sonne zwar noch einmal kurz gezeigt, schon etwas vor dem Konzertbeginn um 20:30 Uhr fing dann aber der (zunächst leichte) Regen an. Eine undichte Stelle im Zelt befand sich zum Glück etwas neben der Bühne, so dass die Elektrik nicht in Gefahr war.

Schließlich kamen die sechs von RasgaRasga auf die Bühne, um mit nahezu durchgängig tanzbarer Abgeh-Musik, gebaut aus Gitarre, Banjo, Bass, Schlagzeug und natürlich den Bläsern und Frontfrau Franziskas Stimme, “das Zelt einzureißen”. Präsentiert wurden hauptsächlich die Stücke der oben schon erwähnten “Anhelo”-EP (hier unser Review; die Setlist s.u.). Auch eine kleine Technik-Panne mit fiesen Rückkopplungen zu Beginn konnte das mit viel Energie aufspielende Sextett nicht wirklich ausbremsen.

Das Freiburger Publikum feierte zwar genüsslich mit, hatte aber scheinbar noch die Bilder des uruguayischen Stürmer-Stars Luis Suárez (wisst ihr noch? Fußball-WM? kürzlich?) im Kopf. Denn trotz Aufforderung näher zu kommen, wurde konsequent ein Sicherheitsabstand zur Bühne eingehalten. Dabei hätte keiner von der Band gebissen – bestimmt nicht! Erstaunlich war die tatsächlich große Alters-Spannweite an diesem Abend.

Fazit: am Ende war es ein mitreißender, rund einstündiger Auftritt von RasgaRasga, der sicher für einige neue Fans gesorgt haben dürfte. Das Spiegelzelt war bei weitem nicht voll – das konnte man, denke ich, aber auch nicht erwarten. Es war ein Konzertabend zum Reinschnuppern in neue Musik. Keine großen Namen, aber musikalisches Können, gespürte Leidenschaft und tolle Unterhaltung.

Setlist von RasgaRasga: – lt. Bühnen-Zettel; Vodka gab’s leider keinen ;)

  1. Gorilla
  2. Cosmos de Mesón
  3. Mueve tu Culo
  4. Adiós
  5. Buena Farra
  6. Sopa Intercultural
  7. Shi Taya Dar
  8. Ompa Dí
  9. Algún Día

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Gerald

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Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

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