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Flying Bob – Die Platinum Edition

Die Rheinebenengrenzmetropole Kehl hat neben Oberliga-Fussball auch einen Künstler vorzuweisen. Flying Bob nennt der sich und getreu dem Motto „Riskier doch bitte ne dicke Lippe“ heißt die vorliegende, aktuelle Songsammlung „Die Platinum Edition“, die 35 Jahre Künstlerdasein feiert. Künstlerjahre sind offensichtlich Hundejahre. Zuletzt hörte man von Flying Bob übrigens als Mitglied der Trash-Supergroup Supergaul.

Flying Bob beschäftigt sich mit den Tragödien des täglichen Lebens wie undankbaren Mitmenschen („Ich hab Dir Blumen mitgebracht und Du hast mich nur ausgelacht“, begrenzte finanzielle Resourcen („Taschengeld“). Allerdings wird nicht nur gejammert, es gibt auch handfeste Ratschläge („Mach Suppe, Puppe, bau ein Haus Klaus“ – mehr Beispiele gibts an dieser Stelle nicht, da offensichtlich einige Seiten in Bobs Reimlexikon fehlten). Lyrisch von intelligent witzig („Fressen und gefressen werden“) bis bolzendoof („Discosoundmachine“) geht es meist zum nächstgelegenen Kalauer, bestenfalls stößt man aber auch auf Zeilen wie „Bist Du ein Löwe, kannst Du alle vermöbeln, bist Du ein Reh, tut man Dir weh, bist Du ein Tiger, dann bist Du der Sieger, bist Du ein Frosch, dann hüpf doch!“ – herrlich!

Musikalisch schwankt „Die Platinum Edition“ zwischen minimalistisch inszeniertem Trash- und ironischem Songwriterpop. Da plärrt die Orgel zu Dancebeats („Discosoundmachine“) oder es schrammelt die Gitarre. Das Attribut Trash schützt vor allzu hoher Erwartungshaltung, und sollte das Ergebnis doch besser sein als gedacht, dann kommt das noch als Bonus obendrauf. Typischer Weise bewegt sich das Album aber auf einem denkbar schmalen Grat, das macht es nur in Maßen genießbar.

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flyingbob
Flying Bob
Die Platinum Edition
(Rummelplatzmusik)

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Chris

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