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Gozu – The Fury Of A Patient Man

Mit Stoner Rock ist das ja immer so eine Sache. Viele Bands in diesem Genre klingen gern immer irgendwie nach Kyuss. Innovation und ein eigener Stil ist da oft nicht zu finden. Bei Gozu verhält sich das nicht anders. Oder doch?

Die Assoziation mit Kyuss ist wohl hauptsächlich der Produktion geschuldet. Nicht wirklich was für audiophile Ohren. Die Gitarren relativ fuzzy, die Drums extrem fett, der Bass wummert vor sich hin. Obendrauf die Vocals von Sänger Marc Gaffney, der Josh Homme zum Verwechseln ähnlich klingt. Alles zusammen mit literweise Weichspüler durch die Waschmaschine gejagt und fertig ist der Sound.

Weiter geht´s mit den fröhlichen Vergleichen. Der Song „Salty Thumb“  könnte eigentlich auch von den Eagles Of Death Metal stammen. Was soll nun jemand wie ich, der keinen Bock auf Bands hat, die wie andere klingen, nun davon halten? Ganz einfach: Geile Sache! Die wahre Stärke habe ich nämlich bis jetzt verschwiegen: Die Arrangements. Jeder einzelne Song macht in dieser Hinsicht einfach nur Laune. Die Fähigkeit, in sich abwechslungsreiche Songs zu basteln, beweisen die Jungs im letzten Track „The Ceaseless Thunder Of Surf“. In den knapp 24 Minuten (die Rede ist nach wie vor vom letzten Song!) wird´s einfach nicht langweilig.

Wie gesagt, für Freunde von Hochglanzproduktionen ist „The Fury Of A Patient Man“ vielleicht nicht die musikalische Erfüllung. Wer jedoch Wert auf gut arrangierte Musik legt und auch nur ansatzweise etwas mit Stoner Rock anfangen kann, dem sei  dieses Album sehr ans Herz gelegt.

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Über das besprochene Medium

gozu
Gozu
The Fury Of A Patient Man
(Small Stone/Cargo Records)

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Gunnar

Würde gern Gitarre spielen wie Angus oder Slash.

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