The Clash – The Rise And Fall Of The Clash DVD-Doku

Die Bedeutung der britischen Band The Clash ist unbestritten, dies belegt unter anderem der kuriose Fakt, dass sogar eine Silvester-Chart-Show im Trash-TV sich einige Minuten mit dem Wirken und den Songs der Band auseinandersetzte. Nun, unüberhörbar ist der Einfluss der Band von Sänger Joe Strummer, Bassist Paul Simonon, Gitarrist Mick Jones und sowie Schlagzeuger Topper Headon.

Pearl E. Gates aka Pearl Harbor, Ex-Ehefrau von Bassist Simonon geht auf die musikalischen Vorlieben der einzelnen Bandmitglieder ein, aus denen der breit von Rock And Roll, Rhythm And Blues und Ska und Reggae beeinflusste Sound der Band entstand. Gerade diese Offenheit anderen Stilen gegenüber ist das Alleinstellungsmerkmal von The Clash, das die Band unverwechselbar zu den Ramones oder Sex Pistols abgrenzt. So spricht Pearl auch über den Schlagzeuger Terry Chimes, der die Band später mit Gitarrist Keith Levene verließ.

Skizziert werden der exzessive Drogenkonsum sowie die Kluft, die sich zwischen Joe und Paul auf der einen Seite und Mick auf der anderen auftat, begünstigt durch die Rückkehr von Manager Bernie Rhodes, was zu Grabenkämpfen innerhalb der Band und letztendlich zum Rauswurf Jones führte. Auch Drummer Headon musste wegen seiner Drogenexzesse gehen und wurde durch Terry Chimes ersetzt. Ironischerweise war das Jahr 1982, das mit dem Album „Combat Rock“ nebst zugehöriger Tour an den Kräften zehrte, das finanziell erfolgreichste. Pearl charakterisiert Jones im nachhinein als Popstar mit Modelfreundin, für den der Konsum immer wichtiger wurde. Dies kollidierte natürlich mit der Punk-Attitüde von Strummer, Simonon und Manager Rhodes.

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Der Film ”The Rise And The Fall Of The Clash” begleitet die 1976 gegründete Band, von den großen Erfolgen bis hin zur Selbstzerstörung anhand von unveröffentlichten Aufnahmen und Interviews. Antworten gibt es unter anderem von Gründungsmitglied Mick Jones und Terry Chimes, sowie Pearl Harbor, Regiesseur David Mingay und Bodyguard Ray Jordan.

Filmschnipsel von Konzerten und Backstagebereichen sowie Interviews scharen sich um Schlagzeilen aus dem Off. Photographien werden zu Eycatchern animiert. Die Dokumentation ist technisch auf dem Stande der Zeit aufbereitet. So bekommt man schon recht klare Vorstellungen, um was für Menschen es sich bei The Clash und Manager Rhodes handelten. Wirklich Neues gibt es allerdings nicht, weder an Konzertmaterial noch an Fakten. Als Fan erhält man aber eine über 90-minütige, unterhaltsame und spannende Dokumentation.Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

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The Clash
The Rise And Fall Of The Clash
(Warner)

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