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Airbourne – Black Dog Barking

“Hardrock”… “Schweiß”… “qualmende Reifen”… “Gute Laune”… “Australien”… hätte man noch vor gut fünf Jahren 100 Rockfreunde gefragt, welchen Bandnamen sie mit diesen Stichwörtern assoziieren, hätte vermutlich nur einer nicht mit “AC/DC” geantwortet. Und das auch nur dann, wenn dieser eine mit dem Wort “assoziieren” nichts anzufangen gewusst hätte.
Im Jahr 2007 betraten dann Airbourne die Bühne und schlugen mit ihrem Debütalbum “Runnin’ Wild” praktisch in dieselbe Kerbe, klangen praktisch wie ihre weltbekannten Landsmänner selbst. Was den einen der Ähnlichkeit “Much Too Much” war, war den anderen nur recht. Insgesamt wurden sie von Kritikern und Rockfans gleichermaßen gefeiert. Die Antworten der 100 Rockfreunde – sie dürften heute jedenfalls etwas anders ausfallen.

Nun spendiert die Band um die Brüder Joel und Ryan O’Keeffe ihren Fans schon die dritte Platte. Und auch “Bark-in’ Black” – Verzeihung… und auch “Black Dog Barking” hört sich erst einmal an, als würde da “DC/AC” aus dem Fringe-Paralleluniversum spielen.

Dabei haben Airbourne längst eigene Stil-Merkmale entwickelt, so dass ihre Kritiker das Album nicht einfach mit einem “da höre ich lieber das Original” abtun sollten. Mal Chorus-Gesang, z.B. bei “Ready To Rock” (scheint ein Remake des gleichnamigen Stücks von der raren 2004er-EP zu sein) und hier mal etwas “poppiger” (“No One Fits Me (Better Than You)”) und da mal ein Stück härter als Hardrock (“Hungry”). So bringen Airbourne insgesamt mehr Variation rein, bleiben aber dem bekannten Sound im Großen und Ganzen natürlich treu.

Das Album rockt von vorne bis hinten schweißtreibend durch. Auch wenn es ab und zu so etwas wie eine Verschnaufpause in Form eines Midtempo-Stücks gibt, ist das Tempo insgesamt sehr hoch. Schwächen? Keine! Balladen-Grütze? Auch wenn man z.B. beim Intro von “Cradle To The Grave” schon fast so etwas ahnt… Ach was!

Neben den genannten Stücken “Hungry” und “Ready To Rock” sind der Titeltrack, “Animalize” und die starke, erste Single “Live It Up” als Anspieltipps zu nennen. Zusätzlich zu den zehn Songs der Standard-Ausgabe bringt die “Special Edition” noch drei weitere, extrem starke Titel. Außerdem ist eine Doppel-CD-Ausgabe zu haben, deren zweiter Silberling Live-Mitschnitte vom WOA 2011 bietet.

Letztlich kann man nicht anders, als den Rockfans unter euch eine ganz klare Kaufempfehlung zu geben. Und für meine Begriffe ist auch eindeutig: “Black Ice” kann mit dem, was da von Airbourne kam und mit “Black Dog Barking” nun kommt, nicht mithalten.
In diesem Sinne: einlegen, dann erst weit auf- und dann ordentlich abdrehen!Viele weitere CD-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index

Über das besprochene Medium

Airbourne - Black Dog Barking - Tribe Online Magazin
Airbourne
Black Dog Barking
(Roadrunner Records / Warner)

Über den Autor des Beitrags

Gerald

Gerald

Hört so ziemlich alle Genres querbeet, von Heavy bis Electro, von Folk-Pop über World und Rock bis Hip-Hop. Ehrliche, handgemachte Musik ist aber noch die beste und Radio-Rotation ist evil. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Ist zudem hauptsächlich für unsere Comic-Abteilung verantwortlich und spielt hin und wieder auch gerne mal an der (Nintendo-)Konsole.

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