Anna von Hausswolff – Ceremony

Die aus Schweden stammende Sängerin und Pianistin Anna von Hausswolff hat sich mit der Kirchenorgel ein ungewöhnliches Instrument für ihre Musik ausgesucht. Das liegt vielleicht daran, dass die Architekturstudentin die Tochter des Klangkünstlers Carl Michael von Hausswolff ist. Mit „Ceremony“ erschien das mittlerweile zweite Album der jungen Künstlerin. Dieses ist stark vom mächtigen Klang der Kirchenorgel geprägt. Dabei wird das volle Spektrum des Instruments ausgeschöpft, von sanft umspülend bis zu breiten, fauchenden Akkorden. Klänge verschiedenster Art wie Percussion, an- und abschwellende Tongebilde oder auch Piano, Gitarren und elektronische Effekte vervollständigen die akustische Kulisse.

Mit dieser Rezeptur entstanden 13 Kompositionen, die mal ambient, mal neoklassisch und mal poppig anmuten. Der glockenhelle Gesang von Anne von Hausswolff erinnert ein wenig an die Stimme von Kate Bush. „Deathbed“, das nach dem instrumentalen „Epitaph Of Theodor“ zunächst sehr ambient eröffnet und sich dann mit eingängigen Gesangslinien zu einem epischen Popsong auswächst, das dagegen minimalistisch-sphärisch gehaltene „No Body“ und das mit mehrstimmigem Gesang, Percussion, Gitarren und Mundharmonika vorgetragene „Harmonica“ machen das Album „Ceremony“ zu einem vielseitigen Indie-Pop-Album, auf dem die Orgel als besonderes Merkmal seinen Platz ganz selbstverständlich in Anspruch nimmt.

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Anna von Hausswolff
Ceremony
(City Slang / Universal)

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