BRNS – Sugar High

Zuckungen, Krämpfe und eine hohe Reizbarkeit sind die Symptome eines Zuckerrauschs. Gut, derlei Ausfallerscheinungen sind beim Album ‚Sugar High‘ der belgischen Band BRNS aber nicht zu befürchten. Die Süße gibt es wenn, dann höchstens in homöopathischen Dosen.

Das Quartett, bestehend aus vier Multiinstrumentalisten, errichtet zehn Klanggebilde nach ganz eigenen Bauplänen, lässt sie schwanken zwischen eingängig und surreal, wie beim Dream- VS. Nightmarepop des Openers ‚The Rumor‘. Vielschichtiger und verspielter ist ‚Ishtar‘, das eindrucksvoll mit den Rhythmen und Tempos spielt. ‚Encounter‘ stampft forsch daher, ist mit seinen hohen Vocals dann aber doch eher etwas für die Nerd-Disco. Widerborstiger dagegen ‚The Missing‘, mit den aufgedrehten Gitarren und dem schnoddrigen Gesang. ‚Forest‘ mit seinem windschiefen, quietschigen Saxophon schlängelt sich zwischen Ambient, Rock und Jazz dahin.

‚Sugar High‘ ist das zweite Album der Band aus Anderlecht. „Fucking Arty“ möchte man sagen, bei all dem ausgefeilten Arrangement-Klein-Klein und der stochastisch anmutenden Klangverteilung. Doch vergessen BRNS bei aller Frickeligkeit auch die ordnenden Beats und die feinen, rettenden Melodien nicht.

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Über das besprochene Medium

BRNS
Sugar High
(Yotanka Records)

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Chris

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