Zeus! – Motomonotono

Es gibt immer mal wieder Bands und Projekte, die mit den minimalen Mitteln eines Duos einen vollen Sound hinbekommen. So zuletzt das schweizer Duo Monoski, die bekannteren Vertreter sind aber wohl Death From Above 79 oder Royal Blood, die ihren Sound aber mit so einigen technischen Tricks, wie die Hinzunahme von Synthies oder dem Manipulieren des Basssounds mit Gitarrenseiten, ein Facelifting verpassen.

Das Duo Zeus! aus Bologna, Italien besteht aus Luca Cavina (Bass und Schreie) sowie Paolo Mongardi (Schlagzeug). Mit ihrem dritten Album ‚Motomonotono‘ kommen die beiden Musiker weitestgehends mit ihren beiden Instrumenten aus, ganz vereinzelt sind ‚Vocals‘ in Form von einigen markerschütternden Schreien zu hören, auch geistert an wenigen Stellen ein Synthie herum, was aber kaum für einen Klangteppich sorgt. Vorherrschend ist ein kratziges Bassgewitter, bestehend aus harschen Riffs und hypnotischen Tonfolgen. Dazu kloppt sich Mongardi mit teilweise schon besorgniserregnder Geschwindigkeit förmlich in Trance, wie etwa in ‚All You Grind Is Love‘. ‚Panta Reich‘ mit den Soundscapes dagegen ist ein schon ambienter Track.

‚Motomonotono‘ in einem Stück grenz an einer Körperverletzung. Die puristische und improvisiert anmutende Darreichung von Drum und Bass ist schon sehr speziell, kann unzureichend mit den Attributen Metal, Jazz oder auch Psychedelic umschrieben werden und wird doch kaum einer musikalischen Kategorisierung geschweige denn einer Genrezuuordnung gerecht.

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zeus
Zeus!
Motomonotono
(Three One G / Season Of Mist)

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Chris

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