Zombillennium 03: Kontrollfreaks
Profit, Profit und nochmal Profit. Darum geht es doch letztendlich immer. Auch in einem Vergnügungspark wie dem von Untoten, Dämonen, Monstern und Vampiren betriebenen “Zombillennium” ist das nicht anders. Hier und da gibt es zwar mal eine neuverpflichtete Seele, der Parkdirektor Francis van Bloodt gegen ihren Willen eine Festanstellung für die Ewigkeit verschafft. Aber das passiert, wie im Falle von Aurelian Zahner eigentlich eher ungeplant und irgendwie unabsichtlich.
Deshalb bekommt van Bloodt vom Big Boss im Hinter- bzw. Untergrund einen anderen, im wahrsten Sinne des Wortes “bissigeren” Vampir namens Behemond Jaggar de Rochambeau als Berater an die Seite gestellt. Der soll den Park, der einfach zu wenig Seelen für die direkt darunter liegende Hölle und deren Oberhaupt abwirft, profitabler machen.
Für die Besucher gibt es nur zwei Optionen: wir töten sie und die verstärken unsere Reihen… oder, falls das nicht klappt, sie haben die Angst ihres Lebens und bekommen für ihr Geld etwas geboten, wie es sich gehört.Rochambeaus Plan, damit der Park mehr Seelen für den Boss abwirft
Als erste Maßnahme wird der Artikel 1 der Dienstvorschrift aufgehoben. Das hat zur Folge, dass die Parkbesucher nicht nur ordentlich erschreckt sondern schon auch mal um die Ecke gebracht werden dürfen. Während das bei den Gästen zunächst als neuer Thrill wirkt, kommt beim bisherigen Direktor und der eigentlich ganz liebenswürdigen Untoten-Belegschaft zunehmend Frust auf.
Kurzerhand organisieren die “Working Dead” eine Gewerkschaftsaktion. Der Plan: den Parkbetrieb sabotieren, die Einnahmensteigerung vereiteln und so den neuen Chef gegenüber den Aktionären in Bedrängnis bringen. Doch ob das von Erfolg gekrönt sein wird? Zumal Ober-Dämon Aurelian auch noch vom “Post-Mortem-Blues” geplagt ist? Das müsst ihr natürlich selbst lesen…
Kiss my skinny ass, sucker!*Antwort von Sirius, dem Skelett, der seine Kollegen verpfeifen soll. Fußnote dazu: “Nie im Leben!”
Die (Witch-)Boarder-Hexe Gretchen, die noch für so manche Überraschung gut zu sein scheint, das lässige Biker-Skelett Sirius, der sich in der Gewerkschaft stark macht, die Mumie im Jacko-Stil, der ausrastende Riesen-Dämon Aurilian, der zickige Rotzlöffel-Dämon Astaroth, der Vampir Francis van Bloodt mit seiner überwältigenden Direktheit… – man muss De Pins’ Zombillennium-Crew einfach liebgewinnen. Zumal man immer mehr das Gefühl bekommt, dass diese ganzen Untoten “auch nur Menschen sind”.
Vor allem punktet die Geschichte mit den zahlreichen skurrilen Situationen und Dialogen, den phantasievollen Parkattraktionen und der Hin- und Hergerissenheit der geschockten bis bestens unterhaltenen Besucher. Mit all dem, was sich durch die Szenerie eines Vergnügungsparks, in dem nur Monster arbeiten, eben anbietet.
Wie nach den ersten beiden Büchern schon erwartet, ist “Zombillennium 03: Kontrollfreaks” wirklich jedem zu empfehlen, der die Vorgänger-Bände der Reihe schon gelesen hat. Wer die noch nicht kennt und etwas neugierig geworden ist, dem sei hiermit der erste Band – und natürlich unsere Reviews zu den ersten beiden Bänden – wärmstens ans Herz gelegt.Viele weitere Comic-Reviews findest Du übrigens in unserem alphabetischen Index…